Bericht der dritten Projektgruppe 2026: Exkursion 29.-31.05.2026


Unser Teilprojekt zur Nutzung von Repliken und Rekonstruktionen im Freilichtmuseum begann mit einer Reihe von Online-Interviews, um Bedarfe und bisher schon erprobte Lösungen vor Ort zu erheben. Am Wochenende vom 29. bis 31. Mai 2026 fand die erste von zwei Exkursionen statt. Nachdem wir am Freitag in Bad Dürkheim angekommen waren, führte unser erster Gang in das Museum im Haus Catoir. Im Dachgeschoss sind Funde von der Steinzeit über die keltische bis zur römischen Zeit ausgestellt, darunter auch zur villa rustica am Ungsteiner Weilberg oder dem römischen Steinbbruch "Kriemhildenstuhl". Interessant für uns waren die verschiedenen Formen von Repliken und Rekonstruktion, aber auch, wie diese gekennzeichnet und museumsdidaktisch eingebunden wurden. Am Nachmittag besuchten wir noch die Saline in Bad Dürkheim mit der voll funktionsfähigen Rekonstruktion eines Pumpwerks.

Gruppenfoto mit Sebastian Arnold

Gruppenfoto vom Drohnen-Workshop – © Marcel Welzel

Am Samstag starteten wir morgens mit einer Wanderung zur villa rustica bei Wachenheim. Vor Ort führten wir die thematischen Routen den Gruppenmitgliedern vor, die neu zum Projekt dazugekommen waren. Anhand der von der letzten Gruppe erarbeiteten vorläufigen Tafeln konnten wir so einen praktischen Eindruck vom neuen Konzept vermitteln. Herr Arnold vom Förderverein ermöglichte uns anschließend einen kleinen Drohnen-Workshop, für den er uns die Funktionen und Arbeitsweise des Geräts erläuterte. Im Anschluss konnten wir einige Luftbilder als Foto und Infrarot-Aufnahme vom Gelände machen, um so detaillierte Einblicke in das Gelände und die frisch gerodete Nachbarfläche zu bekommen. So konnten wir einen besseren Einblick in die Lage der villa rustica gewinnen und Bildmaterial für die Verortung von möglichen Rekonstruktionen im Gelände erhalten. Ohne Gewitter und auch ohne große Hitze – anders als am Vortag – machten wir uns anschließend auf den Rückweg und ließen den Abend ausklingen.

Innenansicht Weilberg

In der Anlage am Weilberg – © Marcel Welzel

Am letzten Tag unserer Exkursion wanderten wir zu der benachbarten villa rustica am Weilberg und der angrenzenden Römerkelter. Dort konnten wir uns vor Augen führen, wie die Rekonstruktion in vielschichtiger Weise schon umgesetzt wurden. Die Villa verfügt zum Beispiel über mehrere aufgestellte Säulen, die einen Teil der ehemaligen Fassade darstellen sollen. Außerdem bekamen wir einen Einblick, wie Schutzbauten als Teil einer Stätte die Funktion von Rekonstruktionen beeinflussen können. Zurück in Bad Dürkheim traten wir die Rückreise an; über interessante ICE-Strecken gelangten wir dann bis zum Abend wieder nach Göttingen.

Für die Planung der Exkursion bedanken wir uns herzlich bei Herrn Dr. Lindner und für die Fachexpertise und Drohnenaufnahmen vor Ort bei Herrn Arnold. Ebenfalls für den Besuch im Haus Catoir und die Öffnung der Stätten am Weilberg möchten wir uns herzlich bedanken.

Bericht der studentischen Teilnehmer*innen: Marcel Welzel