Schriftliche Phase

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Vor dem technischen Beginn der schriftlichen Phase finden im September Vorbereitungsveranstaltungen zunächst intern mit den Coaches und Professoren sowie sodann in Frankfurt und Würzburg statt. Hierbei lernt das Team nicht nur die Grundlagen des Schiedsverfahrensrechts und des UN-Kaufrechts, sondern insbesondere auch wie ein juristischer Schriftsatz verfasst wird. Zudem treffen die Teilnehmer erstmals auf die anderen deutschen Teams.

Im Oktober wird die Fallakte veröffentlicht. Diese besteht wie in einem echten Gerichtsverfahren aus Anträgen, (schriftlichen) Zeugenaussagen und sonstigen Beweisen wie E-Mails, Zeitungsartikeln oder technischen Zeichnungen. Anders als im Studium gilt es jedoch nicht, den Fall ausgewogen im Gutachtenstil zu lösen; die Teilnehmer werden vielmehr – wie im anwaltlichen Berufsleben – als Parteivertreter tätig. Das Team verfasst dazu zunächst einen Klägerschriftsatz. Es gilt, die rechtlichen Probleme zu recherchieren und eine überzeugende Argumentationsstrategie zu finden. Dem Team steht dafür ein eigenes Büro im Juridicum zur Verfügung. Es wird zudem die gesamte Zeit über sehr eng von Coaches und Professoren unterstützt.

Im Dezember wird der Klägerschriftsatz abgegeben. Dieser wird dann von den Organisatoren des Vis Moot an einem anderes Team verteilt; im Gegenzug erhält das Göttinger Team den Klägerschriftsatz einer anderen Universität – und muss nun die Rolle der Beklagtenseite einnehmen. Hierbei gilt es, überzeugende Antworten auf die Argumente des Klägers finden. Der Beklagtenschriftsatz wird schließlich Ende Januar eingereicht und der Vis Moot geht in die mündliche Verhandlungsphase über.

Erfahre hier mehr zur mündlichen Phase.