Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Pflege- Präventionsprogramm für pflegende Angehörige

Die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen erfordert neben einer mentalen Auseinandersetzung mit dem Thema einen hohen Grad an Informiertheit, zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Aufwendungen. Um Beschäftigte zu unterstützen, die neben Ihrer Forschung/Berufstätigkeit pflegebedürftige Angehörige betreuen müssen oder möchten, startete das Präventionsprogramm in seine vierte Runde. Das Programm wird aus Mitteln des universitären Gesundheitsmanagements (UGM) finanziert.
Die beiden Vorträge richten sich an Mitarbeiter*innen, die sich für das Thema Pflege und Unterstützungsangebote interessieren – unabhängig davon, ob sie bereits Angehörige pflegen, am Anfang einer Pflegesituation stehen oder sich auf eine mögliche Pflegesituation vorbereiten möchten. Die vier Workshop-Module richten sich an Mitarbeiter*innen, die bereits in einer Pflegesituation sind.
Die Anmeldung erfolgt über das Qualifizierungsportal: Der Link folgt in Kürze.
Die Workshop-Module bauen aufeinander auf und sollten daher am Stück besucht werden. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt.

Online-Vortrag: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, welche Möglichkeiten gibt es?
Referent*innen: Personalabteilung N.N.
Der Vortrag bietet einen Überblick über kurzfristige und längerfristige Möglichkeiten der Flexibilisierung und Arbeitszeitreduzierung. An alltagsnahen Beispielen wird erläutert, welche Handlungsmöglichkeiten Beschäftigte und Beamt*innen haben, um Arbeit und Pflege zu vereinbaren.

Online-Vortrag: Pflegebedürftigkeit – was tun?
Referentin: Carmen Piorunek, Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen der Stadt Göttingen
21. September 2026, 11.30-13.00 Uhr

Der Vortrag bietet einen ersten Überblick über die Leistungsarten des Pflegeversicherungsgesetzes. Darüber hinaus wird über die Begutachtung bzw. Feststellung der Pflegebedürftigkeit und unabhängige Beratungsmöglichkeiten vor Ort informiert. Der Vortrag richtet sich an alle interessierten Personen sowie Personen, die sich in naher Zukunft oder aktuell mit der Pflegebedürftigkeit einer*s Angehörigen oder nahen Person auseinander setzten wollen oder müssen.

Workshop-Module: "Wie organisiere ich die konkrete Pflegesituation und wie sorge ich für mich selbst?" beinhaltet vier aufeinander aufbauende Module
Referentin: Kristina Kräft (Ergotherapeutin M.Sc.) Ort: Präsenz und Online


  • Überblick Krankheitsbilder
  • Pflegesituationen einschätzen
  • Belastungen von Pflegenden
  • Überforderung und Unzufriedenheit
  • Chancen erkennen
  • Körperwahrnehmung und Entspannung: Body Scan


  • Zeitressourcen
  • Unterstützung: professionell und informell
  • Hilfreiche Netzwerke
  • Hilfsmittel und deren Einsatz
  • Körperwahrnehmung und Entspannung: Atemübung


  • Gezielte praktische Übungen und hilfreiche Handgriffe
  • Rückenschonendes Pflegen
  • Wo finde ich weitere Unterstützung? (ergänzend zu Infos aus Workshop 2)
  • Was tue ich für mich selbst?
  • Körperwahrnehmung und Entspannung: Reden/Zuhören bzw. Resonanz bekommen/geben (im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg)


  • Was nehme ich mit?
  • Was ist offen geblieben? Was brauche ich noch?
  • Was setze ich bereits um?
  • Was nehme ich mir als nächstes vor?
  • Kurzevaluation
  • Körperwahrnehmung und Entspannung: Phantasiereise oder Progressive Muskelentspannung


Die Teilnahme wird als Arbeitszeit angerechnet.