Diversity (Re-)Audit „Vielfalt gestalten“

Der Stifterverband hat die Universität Göttingen 2019 zum Abschluss eines zweijährigen Prozesses mit dem Zertifikat des Diversity Audits „Vielfalt gestalten“ ausgezeichnet. 2024 hat die Universität das Re-Audit erfolgreich durchlaufen und trägt das Zertifikat nun zunächst bis 2027.
Mit dem Zertifikat würdigt der Stifterverband Hochschulen, die Konzepte und Maßnahmen für einen produktiven Umgang mit der Diversität ihrer Mitglieder und Angehörigen entwickeln. Das Re-Audit dient der Überprüfung, Konsolidierung und Weiterentwicklung der im Erst-Audit erarbeiteten Diversitätsstrategie.

Die Universität konnte das Erst-Audit 2016-2019 erfolgreich für die Umsetzung der Diversitätsstrategie nutzen. Unter anderem wurden die Antidiskriminierungsberatung für Studierende (Pilotprojekt) aufgebaut, die Koordination der Diversitätsarbeit gestärkt und Diversität in Kernprozesse in Studium und Lehre integriert. Zum Gelingen des Auditierungsprozesses trug das Engagement zahlreicher Akteurinnen und Akteuren aus allen Bereichen der Universität entscheidend bei.

Für das Re-Audit 2024 hat die Universität in einem Selbstreport den Umsetzungsstand der Diversitätsstrategie in verschiedenen Handlungsfeldern seit der Erst-Auditierung reflektiert, neue Schwerpunktsetzungen in der Diversitätspolitik und -arbeit beschrieben und Entwicklungsziele für den Zeitraum bis 2027 formuliert.

Nach der Begutachtung zollte die Peer-Kommission der Universität Anerkennung für den Umsetzungsstand der Diversitätsarbeit. Sie betonte, das große Engagement zahlreicher Studierender und Beschäftigter im Feld der Diversitätsarbeit sei eine Stärke der Universität.
In ihrer abschließenden Stellungnahme machte die Peer-Kommission jedoch auch darauf aufmerksam, dass eine nachhaltige Diversitätsarbeit verlässliche und auskömmliche Ressourcen erfordere. Sie mahnte den professionellen Aufbau einer Antidiskriminierungsberatung an, hob hervor, dass das Präsidium seine Steuerungs- und Vorbildfunktion noch besser nutzen solle, plädierte für eine Stärkung der Kommunikation zwischen Hochschulleitung und Studierenden(gruppen) und empfahl eine Systematisierung der Umsetzung von Nachteilsausgleichen.

Der Abschlussbericht der Peer-Kommission wurde im Präsidium und den zuständigen Gremien diskutiert. Einzelne Empfehlungen wurden bereits umgesetzt: Eine professionelle Antidiskriminierungsberatung für alle Mitglieder und Angehörigen der Universität hat 2025 ihre Arbeit aufgenommen. Eine Arbeitsgruppe „Barrierefreie UniGOE“ arbeitet unter der Leitung der zuständigen Vizepräsidentin, Prof. Hanewinkel, u.a. an der systematischeren Umsetzung von Nachteilsausgleichen.