Befragungen zu Diversität und Diskriminierungserfahrungen

Wichtiger Ausgangspunkt der Diversitätsarbeit der Universität sind Bedarfe und Anliegen, die Studierende und Beschäftigte ausgehend von ihren unterschiedlichen Erfahrungshintergründen und Lebenssituationen formulieren. Eine Datenbasis, die die Diversität der Befragten abbildet, Diskriminierungserfahrungen und mögliche Diskriminierungsrisiken sichtbar macht, ist wesentliche Grundlage eines wirkungsvollen Diskriminierungsschutzes.

Die Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität hat im Projekt „Konzeption von Befragungsmodulen zur Diversität der Studierenden“ (siehe unten) hierfür einen Fragebogen entwickelt: Er beinhaltet qualitätsgesicherte Fragen zur Lebenssituation von Studierenden und ihren Erfahrungen von Benachteiligung/ Diskriminierung und fragt nach der Nutzung von Beratungsangeboten, nach Belastungen, Gründen für Studienverlängerung und Abbruchgedanken etc..
Der Fragebogen kann auch für das dezentrale Qualitätsmanagement im Rahmen der Systemakkreditierung eingesetzt werden. Die Befragungsergebnisse unterstützen bei der Entwicklung von passgenauen Maßnahmen z.B. für die Studierendengewinnung, die Gestaltung der Studieneingangsphase oder die Verbesserung des Diskriminierungsschutzes (bspw. Befragung ZEWIL Nov. 2021).

Der Fragebogen war Grundlage der Vollerhebung „Ihre Perspektive zählt – your voice matters!“, die Anfang 2024 im Rahmen des Projekts „Universität divers - Diskriminierungsschutz im Fokus“ durchgeführt wurde.

Angebot: Unterstützung bei einrichtungsspezifischen Erhebungen

Wir unterstützen Fakultäten und zentrale Einrichtungen bei der Umsetzung von Befragungen zu Diversität und Diskriminierungserfahrungen, insb. im Bereich Studium und Lehre. Wir beraten u.a. zu Einsatzmöglichkeiten, Organisation und Arbeitsaufwand, begleiten bei der Umsetzung und Auswertung der Befragung und beraten bei der Entwicklung von Maßnahmen im Anschluss an die Ergebnisse.

Im Projekt „Konzeption von Befragungsmodulen zur Diversität“ wurde ein Instrument entwickelt, mit dem Daten zur Diversität von Studierenden und ihren Diskriminierungserfahrungen erhoben werden können. Für die Fragebogenkonzeption wurden Standards der Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten berücksichtigt. Der Fragebogen beinhaltet getestete, qualitätsgesicherte Items anderer Befragungen sowie einige eigene Weiterentwicklungen. Im Januar/Februar 2020 wurde der entwickelte Fragebogen an der Fakultät für Mathematik und Informatik, an der Philosophischen Fakultät sowie an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät im Rahmen eines Pretests als eigenständiges Instrument erprobt. Bei gutem Rücklauf wirkten zahlreiche Studierende durch ihr Feedback an der Verbesserung des Fragebogens mit.