PD Dr. Benjamin Möckel

(Vertretung des Lehrstuhls für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte)



  • ab 10/2024 Vertretung der Professur für Europäische Zeitgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen (Prof. Dr. Petra Terhoeven)

  • seit 04/2024 Leiter der Gerda-Henkel-Forschungsgruppe: „Die ‚Zeit der Demokratie. Zeitstrukturen und temporale Diskurse in der parlamentarischen Praxis in Deutschland und Frankreich nach 1945 (Universität Göttingen)
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  • Die Erfindung des moralischen Konsumenten. Globale Produkte und politischer Protest in Großbritannien und der Bundesrepublik, Göttingen 2024.
  • Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung. Die Kriegsjugendgeneration in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften, Göttingen 2013 (Dissertation).

  • Ein vollständiges Publikationsverzeichnis finden sie hier.


Ich bin ein Historiker der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit besonderem Fokus auf transnationale und globale Verschränkungen. Ausgangspunkt meiner historischen Arbeit ist eine Gesellschaftsgeschichte, die die Konflikte und Überschneidungen zwischen Politik, Ökonomie und individuellem Alltag in den Mittelpunkt stellt.

Meine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in drei Bereichen:

  • Der Gesellschafts- und Kulturgeschichte der Ökonomie, insbesondere in Bezug auf die sozialen und moralischen Zuschreibungen im Bereich von Konsum, Handel und Produktion.

  • Der Biographieforschung und individuellen Erfahrungsgeschichte, insbesondere in Bezug auf die Erfahrung und biographische Sinngebung der europäischen Gewalt- und Diktaturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

  • Der Geschichte von Demokratie und zivilgesellschaftlicher Partizipation, insbesondere in Bezug auf die zeitliche Strukturierung parlamentarischer Entscheidungen sowie zivilgesellschaftliche Formen von Partizipation und Protest.


  • Forschungsgruppe: Die 'Zeit' der Demokratie
    Seit April 2024 bin ich Leiter der von der Gerda-Henkel-Stiftung geförderten Forschungsgruppe „Die ‚Zeit‘ der Demokratie. Zeitstrukturen und temporale Diskurse in der parlamentarischen Praxis in Deutschland und Frankreich nach 1945“. Die Forschungsgruppe untersucht in drei Teilprojekten die Bedeutung von Zeit als strukturierendem Merkmal parlamentarischer Strukturen und Entscheidungen.


  • Buchprojekt: „Zukünftige Generationen"
    Die Rede von „zukünftigen Generationen“ ist eine der prominentesten politischen Pathosformeln der Gegenwart – im Kontext der Klimakrise genauso wie in Debatten über Bildungspolitik, Rentenreformen oder die Schuldenbremse. Das Forschungsprojekt analysiert diese Bezugnahme auf „zukünftige Generationen“ von der Zeit des späten 18./frühen 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart – von der Philosophie der Aufklärung, wo „kommende Geschlechter“ als Träger des zeitgenössischen Fortschrittsoptimismus fungierten über die Utopien und Dystopien demographischen und eugenischen Denkens im 19. und frühen 20. Jahrhunderts bis zum Aufstieg von Zukunftsethik und Generationengerechtigkeit in der politischen Philosophie seit den 1970er Jahren. Für erste Veröffentlichungen aus dem Kontext dieses Forschungsfeldes siehe meine Aufsätze in „History and Theory“ und „Aus Politik und Zeitgeschichte“.


  • Forschungsvorhaben: „Konflikte der Nachhaltigkeit“
    In meinen aktuellen Forschungen, die zum Teil Aspekte meiner Habilitation fortsetzen, beschäftige ich mich darüber hinaus mit einer Konfliktgeschichte der Nachhaltigkeit seit dem 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht keine Begriffsgeschichte, sondern eine Historisierung von Konflikten und Problemfeldern, die ab dem 19. Jahrhundert über den Zukunftsbezug politischen Handels geführt wurden und als „Verzeitlichung politischer Verantwortung“ gefasst werden können. Als erste Veröffentlichung aus diesem Forschungsfeld erscheint demnächst ein Forschungsbericht zur Geschichte der Nachhaltigkeit im „Archiv für Sozialgeschichte“. Ein Artikel für die Sektion „Viewpoints“ in der Zeitschrift „Past and Present“ ist aktuell in Vorbereitung.


  • Alle abgeschlossenen Forschungsprojekte finden sie hier.

Wintersemester 2025/26


Das vollständige Veranstaltungsverzeichnis finden sie hier.




Workshop "Digitale Methoden in der Demokratiegeschichte"

Der Workshop (7–8. Mai) richtet sich an Studierende sowie Graduierte und Doktorand:innen in der Anfangsphase ihrer wissenschaftlichen Qualifikation.
Bewerbungsschluss: 28.02.2026

Essay
"A Modern Slavery"

Das Essay: "'A Modern Slavery': Henry W. Nevinsons Reportagen aus São Tomé und Príncipe und die Kritik globaler Lieferketten um 1900" erschien 2024.

Monographie
"Die Erfindung des moralischen Konsumenten"

Die Monographie "Die Erfindung des moralischen Konsumenten. Globale Produkte und politischer Protest seit den 1950er Jahren" ist 2024 im Wallstein Verlag erschienen.

ZAKN-Tagung
„Moral und
Ökonomie"

Die Tagung "Moral und Ökonomie. Dimensionen einer Grundkonstellation in der Moderne" organisiert durch den ZAKN fand am 20.–21. Februar 2025 statt.

Start der
Gerda-Henkel-Forschungs-
gruppe

2024 startete die Forschungsgruppe „Die ‚Zeit‘ der Demokratie. Zeit- strukturen und temporale Diskurse in der parlamentarischen Praxis in Deutschland & Frankreich nach 1945."

Lexikonartikel
„Dritte Welt“

Der Artikel „Dritte Welt“ erschien 2024 im Band „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen“ .

Vortrag
„Die Ökologisierung des Alltags"

Der Vortrag „Die Ökologisierung des Alltags. Konsum, Moral und Umweltbewusstsein seit den 1960er Jahren“ fand am 6. Juni 2024 in Göttingen statt.

Vortrag
„Sustaining what?"

Der Vortrag „Sustaining what? The Long and the Short History of Sustainability” fand am 20. Juni am DHI Paris statt.